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Reiseland Chile

Wie man an meinen bisherigen Reisen sehen kann, mag ich Wüsten und bevorzuge offensichtlich die Südhalbkugel. Ich bin da jedesmal gleichermaßen fasziniert wie auch irritiert über das Licht dort. Natürlich scheint die Sonne überall und bringt gleißendes Licht, aber auf der Südhalbkugel ist es eben noch intensiver und noch heller. Aber das ist ja noch lange kein Grund für eine Reise nach Chile, schließlich liegt ja die Hälfte unseres Planeten auf der Südhalbkugel.

Zuerst mal wollte ich auf jeden Fall nach Südamerika, da das der letzte Kontinent ist, die Antarktis lasse ich da mal außen vor, den ich bisher noch nicht besuchen durfte/konnte. Und nach meiner ersten "großen" Reise hatte ich das Ziel, bis zu meinem nächsten runden Geburtstag auf allen Kontinenten gewesen zu sein, also 9 Jahre Zeit für eine "Weltreise". Man könnte das sicherlich auch unter meine Rubrik Träume schreiben (habe ich jetzt auch), denn nichts anderes war es zu dem Zeitpunkt. Bleibt aber immer noch die Frage: Warum Chile? Da ich mich mehr und mehr auf Reisen mit einem gewissen "Laufanteil" verlege, also auch das Wandern irgendwie seinen Raum braucht, ist natürlich Patagonien ein Muß. Dabei ist Patagonien vom Wetter eigentlich eher unsicher, wie wohl die meisten wandere ich lieber trocken bei angenehmen Temperaturen, und Padagonien ist bekannt für wechselhaftes Wetter und schnell hochziehendem Regen bis hin zu Schnee und dazu eine steife Briese mit zuweilen extremen Temperaturschwankungen.  Und trotzdem oder vielleicht gerade deshalb ist Padagonien ein gewisser Mythos zu eigen. Patagonien heißt dann also Chile oder Argentienen, Chile hält im Norden noch die Atacama Wüste bereit, eine der ältesten und trockensten Wüsten der Erde. Und das noch auf einer Höhe von zum Teil über 4000m. Überhaupt hat Chile eine riesige Bandbreite an klimatischen Bedingungen zu bieten. Es ist ja auch das Land mit der größten Nord-Süd Ausdehnung. Dazu noch die Berge und Vulkane, die man erklimmen kann, auch ohne über irgendwelches bergsteigeres Wissen zu verfügen. Als "Flachlandtiroler" wäre ich da auch sofort raus. Es ist mindestens genauso wichtig zu wissen, was man nicht kann, wie zu wissen, was man kann. Dann sprechen noch unglaubliche Fotos der Natur für Chile. Schlägt man einen Reiseführer über Chile auf, fallen einem sofort Landschaftsaufnahmen auf, die irgendwie völlig unnatürlich fast surreal anmuten, ja fast wie gemahlt. Im Nachhinein kann ich sagen, das geht mir immer noch so mit einigen meiner eigenen Fotos. Obwohl ich nun da war, es mit eigenen Augen gesehen habe, kann ich bei einigen kaum glauben, das es dort wirklich so aussieht. Das ist insbesondere im Norden von Chile so. Unbeschreiblich - man muss dagewesen sein, um es auch nur halbwegs als "eventuell" real zu begreifen. Und dann noch ohne von Herscharren von Touristen "totgetreten" zu werden.

PS: Seltsame Sache, mich interessiert mein eigener Geburtstag eigentlich nicht, und doch diente einer als Zielmarke auf der Zeitachse für meine "Weltreise". Dabei ist Weltreise ja schon völlig übertrieben, schließlich geht es nur um die kleine Erde, und selbst die hält wohl schon mehr Überraschungen und Sehenswertes bereit, als ein Mensch in seinem Leben jemals fassen kann. Ich versuch´ es im Rahmen meiner Möglchkeiten trotzdem ;-) Man muss eben wissen, was man kann und was nicht - oder wie war das noch.