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  • Blick vom Teide nach Gomera
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    Blick vom Teide nach Gomera

  • Gipfel des Mera
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    Gipfel des Mera

10.10.2007      11. Reisetag – Twyfelfontein Lodge

Auf dem heutigen Tagesplan stehen nur ein paar Ausflüge in die nähere Umgebung. So fahren wir am Morgen zu der nahe gelegenen ursprünglichen Twyfelfontein, in deren unmittelbaren Umgebung sich zahlreiche Gravuren und Zeichnungen der San befinden. Im relativ weichen Sandstein befinden sich diese Arbeiten, die zum Teil bereits 2000 - 6000 Jahre alt sind. Die San, die Buschmänner wie sie auch genannt werden, sind eine Bevölkerungsgruppe, die es so heute eigentlich gar nicht mehr gibt. Sie gelten aber als Ureinwohner in Namibia wurden dann aber später von anderen Stämmen verdrängt. Sie waren völlig angepasst an das Leben im Busch. Sie konnten von dem leben was sie fanden oder jagen konnten, das erforderte allerdings auch das herumziehen im Land. Dadurch hatten sie enorme Kenntnisse über das Land gewonnen. Sie waren fast unschlagbar im Spuren lesen, was sie später für die Südafrikaner noch einmal sehr interessant machen sollte, beziehungsweise die Teile die sich zumindest einen Teil der ursprünglichen Lebensform bewahrt hatten. Und dann damit natürlich auch den Kenntnissen bzw. diese Art zu leben. Zur Zeit des gewaltsamen Unabhängigkeitskampfes der Schwarzen bzw. Farbigen wurden sie von den Südafrikanern zur Spurensuche bei der Verfolgung der Aufständigen eingesetzt. Das brachte den Resten der San natürlich nicht nur Freunde ein, worunter sie nach der Unabhängigkeit auch zu leiden hatten.

Weiter ging es zu den Orgelpfeifen und dem verbrannten Berg. Beides sind geologische Absonderlichkeiten in der früheren Erdgeschichte von zum Teil vor 150 Millionen Jahren, als an diesen Stellen unter unterschiedlichen Bedingungen heißes Magma unmittelbar an die damalige Erdoberfläche drang. Bei den Orgelpfeiffen waren es dann Ablagerungen in Form von Säulen, die jetzt so ein bisschen wie eine Ansammlung von Orgelpfeifen aussehen. Dabei reicht das Farbspektrum von schwarz über rot bis hin zu ocker Tönen. Bei dem verbrannten Berg in unmittelbarer Nachbarschaft ist es Magma, das kurz vor der Erdoberfläche sich durch große Hitze mit dort zu findenden Gesteinsarten zu einer Masse verklebt hat und sich heute mit der Farbe schwarz bis violett klar von der restlichen Umgebung abhebt.

Zurück an der Lodge trafen wir unmittelbar an den Felsen vor den Gästehäusern auf Paviane. Eswar schön zu beobachten, wie einige Männchen von ihren Aussichtspositionen die Umgebungen genau beobachteten. Niemals wechseln zwei der Aufpasser gleichzeitig ihre Position. Gleichzeitig turnen die Weibchen mit dem Nachwuchs und die Jungtiere auf dem Felsen herum. Nach einer ausgiebigen Siesta wollten wir dann noch auf einer abendlichen Pirschfahrt die Wüstenriesen suchen. Von den Wüstenelefanten gibt hier nur noch etwa 300 in der Gegend. Nirgendwo sonst auf der Welt gibt es so an das Leben in der Wüste angepasste Elefanten. Sie können bis zu vier Tagen ohne Wasser auskommen. Sie legen täglich Strecken zwischen 20 und 70 km zurück. Das ist abhängig von den Wasserstellen aber auch davon wie viele Jungtiere zu der Herde gehören. Sie verfügen über ein enormes Erinnerungsvermögen, was ihnen auch ermöglicht die Wasserstellen nach sehr langer Zeit wieder zu finden. Dabei benutzen sie nicht immer offensichtlich Stellen, sondern wissen auch an welchen Stellen in einem scheinbar völlig ausgetrockneten Flussbett sie graben müssen. Auch hier haben wir Glück, in einem Flusslauf finden wir einen mächtigen Bullen. Kurz darauf trafen wir sogar eine ganze Herde an einer Wasserstelle. Die Tiere ernähren sich von Gräsern, Blättern, Rinde, Wurzeln und Zweigen.