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    Alakshak

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11. Reisetag    30.07.2012 – Zufallhütte

Zuerst eine Erklärung zum Namen der Hütte, in der wir die letzte und auch die kommende Nacht verbringen werden. Er erklärt sich mit dem Zufall von Wasser, also einem Wasserfall und nicht mit einem außergewöhnlichen Ereignis.

Wir selbst wollen heute praktisch nur im Kreis laufen. Unser Ziel ist die Madritschspitze. Ein Berg von immerhin 3265m Höhe, den man schon von der Hütte aus sehen kann. Bis zum Gipfel sind es ziemlich genau 1000 Höhenmeter. Der Weg hinauf ist nicht ganz so eindeutig, wie das bisher auf dieser Reise sonst war. Der Einstieg ist noch klar ausgeschildert, aber unser Bergführer verlässt schon bald die normale Route, und geht über einen kleinen Bergrücken direkt durch das Gelände mit uns. Das macht das Vorwärtskommen anfangs etwas schwieriger, später treffen wir aber immer wieder auf kleine Abschnitte eines richtigen Pfades, die sich aber genauso wieder verlieren, wie sie sich vorher langsam finden. Nach etwa vier Stunden erreichen wir schließlich das Gipfelkreuz. Wobei insbesondere der letzte Teil über Geröll schon recht steil bergan führt. Aber da wir heute auch nur ein bisschen Tagesgepäck dabei haben, ist auch der Abschnitt gut zu bewältigen.

Auch heute lacht uns wieder die Sonne, aber bei meiner Kamera kommt immer deutlicher das Problem mit dem Weißabgleich zutage. Insbesondere die hellen schneebedeckten Flächen und der helle Himmel macht Problem und lässt die Bilder alle ein bisschen in Farbe absaufen oder einfach blass werden. Aber ein gesundes Mittelmaß will mir nicht gelingen. Ärgerlich aber jetzt auch nicht zu ändern.

Für den Abstieg wählen wir eine etwas andere Route. Unter anderem kommen wir auch an ein paar Ruinen von Behausungen aus dem zweiten Weltkrieg vorbei. Denn auch hier wurde erbittert gekämpft, und trotzdem sind hier mehr Menschen an Kälte, Stürmen oder auch Lawinen und Steinschlägen umgekommen, als bei den eigentlichen Kampfhandlungen. Etwas weiter kommen wir an einer alten Staumauer vorbei. Die kam allerdings nie so richtig zum Einsatz, da man es nicht schaffte, sie wasserdicht zu bekommen, da ein hiesiger Wasserlauf ganzjährig Gletscherwasser in nennenswertem Ausmaß ins Tal führte. Heute ist weiter unterhalb eine entsprechende Talsperre gebaut worden, die das Wasser auch wirklich aufstaut, und nicht nur eine Engstelle, die sich das Wasser langsam wieder frei spült.

Insgesamt sind wir heute fast acht Stunden unterwegs gewesen, was wegen des frühen Abmarsch gegen 7.00 Uhr am Nachmittag noch ordentlich Zeit lässt Körperpflege zu betrieben oder sich auch einfach nur dem Nichtstun hinzugeben. Ich entschließe mich zu einer kalten Dusche, die aber auch wirklich sehr schnell geht. Es gilt aber auch heute wieder den Rucksack mit allem zu packen, denn morgen werden wir mit vollem Gepäck zur nächsten Hütte gehen, und unser Bergführer scheint Frühaufsteher zu sein, so dass man besser schon alles was möglich ist am Vorabend regelt.