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02.10.2007      3. Reisetag – Canyon Village Lodge

Am Morgen fahren wir circa 30 km bis Marienthal, eine der größeren Städte des Landes um dort auf die „B1“, die wichtigste Verbindung nach Südafrika, dem wichtigsten Handelspartner Landes, zu fahren. Bis zur nächsten größeren Stadt Kethsmanshoop sind es etwa 270 km. Auf der ganzen Strecke sehen wir 17 Lkw und 26 Autos inklusive Kleintransporter. Die direkt daneben liegende Eisenbahnlinie wird während der Fahrt überhaupt nicht befahren. Die Bahn wird vor allem für die Gütertransporte und dort vor allem für Massengüter benutzt. Was auch durch die niedrigen Geschwindigkeit von nur bis etwa 60 km/h zu begründen ist. Dafür ist sie sehr günstig. So dauert die Fahrt von Windhuk nach Swakopmund rund 11 Stunden dafür kostet sie aber auch nur 26 namibischen Dollar also etwa 2,80 €. Aber zurück zu unserem Tag. Kurz vor Kethsmanshoop besuchen wir noch den Köcherbaumwald. Die Bäume gehören zur Familie der Aloren und können in der Regenzeit in ihren Stämmen enorm viel Wasser speichern. Dafür haben Sie im inneren eine weiche Wabenstruktur. Genau dieser Umstand macht sie zum idealen Baustoff für die Pfeilköcher der San, der Buschmänner. Sie konnten relativ leicht das Innenleben entfernen und hatten dann einen festen Köcher für ihre Pfeile. Hier kurz vor Kethsmanshoop gibt es ideale Bedingungen für diese Bäume, da sie sich auf dem hier hoch gedrückten Basaltgestein besonders gut verwurzeln können. Dabei ist Wald fast schon zu viel gesagt, nur eben eine relativ hohe Baumdichte für die südliche Kalahari. Sie gehört ja zu den Wüsten, da hier deutlich mehr Wasser verdunstet als fällt oder in Zahlen ausgedrückt fallen nur etwa 100 l /qm/Jahr. Und das auch noch regional unterschiedlich, dafür gibt es hier Temperaturen von 50°C im Schatten in den Sommermonaten. Das macht die Wasserversorgung einer Stadt wie Kethmanshoop natürlich extrem schwierig. Zumal es in Namibia nur an den Grenzen im Norden zu Angola den Kunene bzw. Kavango und im Süden zu Südafrika den Orange River ganzjährig Wasser führende Flüsse gibt. Alle anderen Flüsse erreichen das Meer nie, da sie vorher, mindestens an der Oberfläche, austrocknen. Kethmanshoop hat nun das Glück das der Löwen-Fluß von Osten bis hier in der Regenzeit noch relativ viel Wasser bringt. So hat man hier den Nautedam, einen etwa 80.000.000 m³ Wasser fassenden Stausee angelegt. An dessen Fuß auch in sehr begrenzten Maßen etwa Weintrauben und Dattelpalmen angebaut und künstlich bewässert werden. Wie weiter oben schon gesagt, verdunstet hier sehr viel Wasser ohne dass man es nutzen könnte, in dem Stausee um mal eine Zahl zu nennen, sind es etwa 3000 l /qm Wasseroberfläche/Jahr. Wodurch natürlich die Größe des Stausees zunehmend kleiner wird. Neben der Wasserknappheit ist die Stromversorgung für Namibia ein Problem mit zwei Wasserkraftwerken und einem Kohlekraftwerk bei Windhuk kann man nur etwa 50% des Strombedarfs decken, der Rest wird aus Südafrika importiert. Nur Südafrika wegen des eigenen stark ansteigenen Bedarfs das im Jahre 2009 einstellen, da man dort selbst immer wieder unter Stromausfällen leidet.Bis dahin muss Namibia selber die Versorgung sicherstellen. Zur Zeit laufen die Planungen mindestens ein weiteres Kohlekraftwerk zu bauen. Am Abend erreichen wir dann Canyon Village, eine weitere Lodge scheinbar mitten im Nirgendwo.