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22. Tag        01.11.2014 - Taplejung (1820m)

Unser letzter Trekkingtag beginnt wieder zu normalen Zeiten, also 6:30 Uhr Morgentee, 7:00 Uhr Frühstück und anschließend Aufbruch. Und heute soll es eigentlich nur ein kurzer Tag werden, es geht nur noch bis Taplejung, dem Ausgangspunkt unseres Trekkings zum Kangchendzönga. Wir gehen weiter auf der Straße, auf der wir ja schon gestern unterwegs waren. Dabei nehmen wir hier und da Abkürzungen -  noch mal den direkten Weg durch die pure Natur bzw. über einen Fußgängerpfad. Das kürzt zwar die Entfernung etwas ab, ist dafür aber deutlich steiler und deshalb wahrscheinlich nicht minder anstrengend. Und eigentlich hätte ich auch vermutet, von unserem alten Zeltplatz auf rund 2290 m nach Taplejung mit 1820 m müsst es mehr oder weniger nur bergab gehen. Tut es auch, nur eben über den Umweg über eine Höhe von 2500 m. Also morgens erst einmal wieder den Aufstieg um dann letztmalig abzusteigen. Auch heute ist wieder ein schöner Tag, und der Schweiß fließt wieder. Da wir heute wieder zügig losgekommen sind, sind wir bereits gegen 9:00 Uhr an unserem höchsten Punkt des Tages. Nach einer weiteren Stunde erreichen wir gerade den neu entstehenden Flughafen von Suketar, wo wir über ein Loch im Zaun auch direkt über die Baustelle und über eine sehr große weite Ebene gehen. Bei dieser Ebene handelt es sich um die zukünftige Landebahn. Von dort ab geht es praktisch nur noch durch mehr oder weniger vollständig bewohntes Gebiet, da auch die Ortschaften Suketar und Taplejung praktisch ineinander übergehen. Am Rande von Suketar schauen wir noch in einem buddhistischen Kloster vorbei. Von da ab geht es auf eine Betontreppe mit 315 Stufen hinunter. Weiter kreuzen wir über einen steil abfallenden Fußgängerpfad mehrfach die Straße. Schließlich geht es durch die „Downtown“ von Taplejung noch etwas aufwärts bis wir schließlich gegen 11:30 Uhr, also wie geplant nach etwa 4 Stunden, unser Guesthouse erreichen, von dem wir vor knapp drei Wochen aufgebrochen sind.

Nach dem Mittagessen versuche ich es noch mit einer Dusche - naja einen Versuch war es wert. Es gibt im Moment keinen Strom und kein Wasser. Nach etwa 1 Stunde läuft zumindest das Wasser wieder. Auch wenn das Wasser kalt ist, und ich eigentlich bekennender Warmduscher bin. Aber nach Tagen ohne Dusche und eher sehr rudimentäre Körperhygiene tut die auch so sehr gut. Auch wenn man sagen muss, unterwegs vermisst man sie nach wenigen Tagen eigentlich nicht mehr unbedingt. Und doch ist es ein bescheidenes Gefühl von Luxus, wieder duschen zu können. Am Nachmittag machen wir dann noch einen kurzen Bummel durch Taplejung und schauen uns um, was es hier so zu kaufen gibt. Nach unserer Rückkehr ins Guesthouse befasse ich mich noch einmal mit meiner Kamera. Ich hatte zuvor bereits über WLAN das deutschsprachige Handbuch dazu heruntergeladen. Ja man sollte es nicht glauben, es gibt nicht immer Strom auf dem Zimmer oder überhaupt Wasser, aber das Internet war immer da. Ich weiß natürlich nicht ob das ein Zeichen war. Aber geholfen hat es mir auf jeden Fall nicht. Die Kamera tut es nicht mehr, hin und wieder kommt noch mal ein etwas verwaschenes helles Bild, alle anderen bleiben im Dunkeln.

Am Abend findet dann noch zusammen mit der Mannschaft, ohne die wir es mit Sicherheit nicht geschafft hätten, ein Abschiedsabend statt. Wobei man sich dabei schon so seine Gedanken macht, es waren deutlich mehr Personen beteiligt, als ich vor der Reise erwartet hatte, vielleicht auch mehr als nötig gewesen wären, aber egal. Insgesamt waren für die fünf Gäste unserer Gruppe 15 Träger, zwei Küchenhilfen, der Koch, ein Hilfsguide, der Guide unter ein deutschsprachiger Guide mit uns unterwegs. Also macht das ein Verhältnis von fast vier zu eins. Und heute bekommen ausnahmsweise alle das gleiche Essen, ansonsten gab es für uns die nepalesische Ungewöhnlichkeit einer Suppe. Und auch sonst war es sehr abwechslungsreiche Kost. Bei den Nepalesen bestand sie wohl sehr häufig aus selbstgekochtem Talbat - Reis mit Linsensauce. Heute gibt es für alle Fleisch, Hühnchen und Wasserbüffel. Wasserbüffel ist hier die essbare Alternative für Rinder, denn die sind im Hinduismus heilig und dürfen keinesfalls gegessen werden. Auch sonst gab es bei uns relativ wenig Fleisch, für die Nepalesen wahrscheinlich unterwegs nie, weil es viel zu teuer ist. Auch das Zerlegen des Fleisches läuft hier ein bisschen anders wie bei uns, da wird nichts ausgelöst oder fein säuberlich die Knorpel herausgeschnitten, sondern gefühlt eher mit einem Hackebeil grob zerlegt. Das gilt so auch für das Hühnchen, was das Essen zuweilen ein bisschen verkompliziert. Gefühlt ist es ein bisschen wie bei einen grätenhaltigem Fisch, nur dass es sich bei den Gräten um Knochen handelt. Heute gibt es dazu auch noch Bier in 0,65 l Flaschen, und auf Wunsch konnten wir Hirseschnaps probieren. Ich will es mal so sagen: ein hoher Alkoholgehalt aber ansonsten eher mau, der brennt aber immerhin nicht wirklich runter, so dass man nicht dringend etwas zum „Spülen“ braucht.