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Reiseland Island

Warum ausgerechnet Island? Nein, eigentlich stellt niemand eine solche Frage. In Island boomt der Tourismus, so zählt das Land Jahr für Jahr mehr Besucher. Inzwischen kommen über das Jahr verteilt bereits rund fünf mal so viele Touristen, wie die Insel überhaupt Einwohner hat, wobei die weitaus meisten die Vulkaninsel natürlich im Sommer besuchen. Im ersten Moment macht das fast schon Angst, denn eigentlich suche ich auf meinen Reisen nicht gerade die Menschenmassen, eigentlich sogar das Gegenteil. Wie schon öfter gesagt, mag ich die Wüsten, und damit also eher die dünn besiedelten Gegenden auf unserem Planeten. Island zählt definitiv zu den "wilden" Ecken in Europa, und ist damit auch fast zwangsläufig in meinen Reisefokus geraten. Aber zum Glück ist Island nur dünn besiedelt, und damit verlaufen sich auch die Touristen ein bisschen - jedenfalls meistens. Obwohl ich das zugegeben bei der Wahl der Reise versucht habe mit zu berücksichtigen.

Der Klassiker einer Island-Reise ist eigentlich die Nationalstraße N1, die einmal um die gesamte Insel führt. Oder für die ganz Schnellen, ein paar Tage Reykjavik und noch ein Tag auf dem Golden Circle, da ist man noch vor dem Wochenende wieder zu Hause. Wie man sich denken kann, ist das nicht meine Wunschroute. Ich habe mich für etwas anderes entschieden: Zu Fuss im Hochland unterwegs, wenn auch in der Luxusversion, mein Gepäck wird transportiert, und für Essen wird auch gesorgt. Also muss ich eigentlich nur noch dahin gehen, wo mein Gepäck und meine nächste Mahlzeit ist. Hochland bedeutet in Island dann fast zwangsläufig Übernachtungen im Zelt. Da fällt einem dann auch gleich der regelmäßige Regen auf Island ein, im isländischen Sommer ist durchschnitlich an jedem zweiten Tag mit Niederschlag zu rechnen. Was dann in Kombination mit dem Zelt ein bisschen zögern lässt. Aber wenn man die besondere Natur in Island sehen möchte, muss man sich ihr auch aussetzen. Was dann auch schon zu der Frage führt, was gibt es da überhaupt zu sehen. Ein paar Schafe, eigentlich sind das sogar ziemlich viele und zahlenmäßig deutlich mehr als die menschlichen Isländer, dann ein paar Vulkane, die aber praktisch nie so aussehen, wie man das von einem "richtigen" Vulkan erwartet, und dann ist da noch Platz, sehr viel Platz. Man könnte direkt schon von Weite sprechen, die von den Schafen abgesehen scheinbar noch niemand betreten hat. Letzteres ist aber so falsch, wie es nur sein kann. Aber der Eindruck drängt sich an einigen Stellen im Hochland schon auf. An anderen dagegen ist es dann leider doch die Karawane der Touristen, der ich eigentlich lieber aus dem Weg gehen möchte.