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26. Tag        05.11.2014 - nach Hause (32m)

Heute geht es dann wieder nach Hause. Unser Flug von Kathmandu nach Neu-Delhi soll um 10:00 Uhr starten. So stehe ich gegen 6:00 Uhr auf, dusche noch mal - kalt, und packe meine letzten Sachen ein. Ab 6:30 Uhr gibt es Frühstück und um 7:00 Uhr sitzen wir auch schon wieder im Kleinbus, der uns zum Flughafen bringt. Der Verkehr ist zu dieser Zeit noch erträglich, und wir kommen zügig voran. Heute ist es dann ja der internationale, alles läuft ein bisschen offizieller ab. Wieder stehen ein paar helfende Hände bereit, die zu gerne unser Gepäck ein paar Meter bis zur ersten Kontrolle tragen. Nach der Kontrolle gibt es wieder helfende Hände, die offensichtlich sich in diesem Bereich noch aufhalten dürfen. Am Schalter machen wir einen Gruppen-Check-in. Wobei das hier auch egal wäre, ab hier gelten wieder 30 Kilo, und so viel hat ohnehin keiner in unserer Gruppe bei sich. Dann noch das Visum prüfen lassen, Ausweis vorweisen, Handgepäck durchleuchten, und damit sind die Formalitäten eigentlich ja auch schon beendet. Es geht relativ zügig, so sind wir bereits eineinhalb Stunden vor dem geplanten Abflug in der Wartehalle. Dort gibt es eine Werbung, die für die günstigen Onlineüberweisungen zurück nach Nepal wirbt. Wenn man den Hintergrund kennt, viele Nepal lesen verdingen sich für einen minimalen Lohn im Ausland, um ihrer Familien zu Hause unterstützen zu können, mutet es schon ein bisschen makaber an. Darüber hatte ich ja schon einmal berichtet. Relativ pünktlich wird dann auch unser Flug aufgerufen. Es geht wieder durch einen ebenerdigen Ausgang, in der noch einmal eine kurze Kontrolle durchgeführt wird, bevor wir zu einem Bus geleitet werden, der uns dann die ca. 250 m zur wartenden Maschine fährt. Hier müssen wir aber zuerst eine weitere Kontrolle über uns ergehen lassen. Dazu sind drei kleine Wagen vor der Einstiegstreppe aufgereiht worden, die jeweils etwa die Größe eines Kleinbusses haben. Es werden nochmals das Ticket, der Pass und händisch das Handgepäck kontrolliert, wir selbst werden  natürlich auch nochmals abgetastet. So starten wir leicht verspätet.

Auf dem Flug nach Neu-Delhi gewinnen wir keine Zeit. Aber wir haben ja etwa 2 Stunden Zeit um unseren Anschlussflug zu erreichen. Leider ist die Organisation auf dem Flughafen in Neu-Delhi ein bisschen verbesserungswürdig. Obwohl wir ja nur den Flughafen zum Transfer nutzen, kommen wir an eine Absperrung, an der unsere künftigen Flugtickets geprüft werden, um dann einer erneuten Personenkontrolle inklusive des Handgepäcks unterzogen zu werden. Soweit ja noch nicht wirklich ungewöhnlich. Nur werden wir ständig zu einem anderen Schalter weiter geschickt, da es dort angeblich schneller gehen soll. Irgendwann sind wir bei dem letzten Schalter angekommen, vor mir sind auch nur noch eine gute Hand voll anderer Fluggäste, als immer wieder Personen vor gerufen werden, da ihre Anschlussflüge kurz vor dem Abflug stehen. Die anderen aus meiner Gruppe haben es längst geschafft, als ich schließlich auch noch ein weiteres Mal mein Handgepäck durchleuchten lassen darf, durch ein elektronisches Kontrollgeräten treten darf, um dann doch noch mal abgetastet zu werden, obwohl das Gerät nicht anschlug. Warum jetzt einige ihre Schuhe ausziehen mussten, andere wie ich auch aber nicht, wird wohl auch das Geheimnis des indischen Sicherheitspersonals bleiben. So vergeht mehr als 1 Stunde bis auch dieses überstanden ist. Auch der Abflug in Neu-Delhi ist leicht verspätet, was mich aus einem anderen Grund etwas nervös macht. Andere Fluggäste berichten darüber, dass in Deutschland die Lokomotivführer der Deutschen Bahn ab heute Abend oder morgen wieder streiken wollen, wann es genau losgeht, bleibt aber zunächst ungeklärt. Planmäßig sollten wir eigentlich um 18:15 Uhr in Frankfurt landen. Um 19:42 Uhr fährt mein letzter Zug, den ich noch nehmen könnte, um heute nach Hause kommen zu können, wenn er denn fährt. Wie das dann immer so ist, man macht sich Gedanken, welche Alternativen man möglicherweise hätte, sollte das nicht klappen. Und fährt man mit einem Zug soweit man kommt, oder bleibt man lieber in Frankfurt und versucht am nächsten Tag entweder einen Flieger oder aber einen Fernbus in Richtung Heimat zu bekommen. Aber all die Überlegungen sind natürlich brotlose Kunst, da man sich erst, wenn wir in Frankfurt gelandet sind, weiter sinnvoll damit auseinandersetzen kann. Und was soll ich sagen, wir sind mehr als pünktlich. Wir landen etwas zu früh, und zur geplanten Ankunftszeit bin ich schon dabei, aus dem Flugzeug zu gehen. Ich sehe zu, schnell die Passkontrolle hinter mich zu bringen, um nicht in einer langen Schlange stehen zu müssen, auch wenn unser Flugzeug nur etwa zur Hälfte gefüllt war. Obwohl unser Gepäck relativ früh da ist, warte ich schon am Kofferband. Am Zoll werde ich nicht behelligt und finde auch schnell einen Automaten, auf dem ich mein Rail & Fly Ticket für die Rückreise ausdrucken kann. Alles läuft wie am Schnürchen, und so stehe ich bereits um 18:40 Uhr im Fernbahnhof des Flughafens. Laut meinem Plan sollte eigentlich in 2 Minuten ein Zug einrollen, der mich bis nach Hamburg bringen sollte. Mit der Pünktlichkeit der Bahn ist es leider wieder nicht zum Besten gestellt, aber von der Hinreise her hatte ich ja eigentlich auch nichts anderes erwartet. Dieses Mal sind es 15 Minuten. Aber das ist eigentlich auch egal, denn ich sollte allemal früh genug in Hamburg sein, bevor der Streik um 2:00 Uhr in der Nacht beginnt. Und ab da würde ich ohnehin mit einer Privatbahn weiterfahren können. Der Zug ist schon  ab dem Flughafen recht voll, ab dem Hauptbahnhof in Frankfurt bis Hannover müssen zahlreiche Fahrgäste stehen, ich hatte wieder Glück, und habe noch einen Platz gefunden. Planmäßig wäre ich bereits 4 Stunden später in Hamburg, gut bis dahin ist unsere Verspätung auf mehr als eine halbe Stunde angewachsen. Es gibt aber ja heute noch zwei Züge, die mich bis zu meinem Heimatbahnhof bringen werden. Von daher bin ich müde aber glücklich noch heute bzw. gegen 0:30 also mitten in der Nach dort anzukommen.