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24.10.2007      7. Reisetag - Cathedral Peak

Heute gibt es mal ein Programm nach Wahl. Entweder man nimmt an der kleinen Wanderung über den Vormittag im Umfeld des Hotels teil, bei der ein weiterer Wasserfall und auch einige Felszeichnungen der San bestaunt werden können. Oder man unternimmt die große Wanderung auf dem „Contourweg“. Ich habe mich für Letzteren entschieden.

Der Contourweg verläuft erst einmal etwa 100 Höhenmeter abwärts, also auf etwa 1350 m über dem Meeresspiegel. Anschließend geht es an einen Wehr durch einen kleinen Fluss. Blöd nur, dass es keine Brücke gibt, also raus aus den Schuhen und den Socken, frei nach Kneipp durch das „erfrischende“ Wasser, und wieder rein in die Schuhe. Alle weiteren Bäche und entspringenden kleinen Wasserläufe, die wir auf unserem Weg kreuzen, kann man mehr oder weniger trockenen Fußes über Steine überqueren. Anschließend beginnt dann der Aufstieg auf einem der Bergrücken vor dem Cathedral Peak. Auch auf diesem Bergrücken ist bereits das frische Grün, wobei die Oberfläche leicht wellig ansteigend ist, aber völlig mit Gras bewachsen. Unser Ranger, der die Tour führt, macht nicht viele Worte. Er hat dafür aber ein angenehm gleichmäßiges Tempo. An den Anstiegen langsam dann auf unserem Weg entlang des Bergpanoramas etwas schneller. Wir bewegen uns dabei auf einer Höhe von etwa 2070 m über dem Meer. Der anschließende Abstieg dauerte ebenso wie der Aufstieg etwa 2,5 Stunden. Was sich mit der Passage am Berg entlang auf eine Zeit inklusive einiger kleiner Pausen von etwa 7 ¾ Stunden summierte. So kommen wir gerade noch rechtzeitig zur Tea-Time zum Hotel zurück. Die Tour war anstrengend, aber auch für einen „Flachlandtiroler“ wie mich machbar, jedenfalls wenn man körperlich einigermaßen beieinander ist. Zumal wir Glück mit dem Wetter hatten, es war trocken und mit 18° am Hotel relativ kühl. Am Tag zuvor, an dem wir ankamen, hatten wir nahe 30°C und nach einem kürzeren Gewitter am Nachmittag fiel das Thermometer schlagartig auf 14°C ab. Auch für unsere heutigen Tag hatten wir eine Regenwahrscheinlichkeit von 50% angesagt bekommen, oder man könnte auch sagen 50% Wahrscheinlichkeit auf Trockenheit. Wir konnten auch den ganzen Tag die Wolken am Cathedral Peak hängen sehen, aber sie kamen eben nicht herüber.

Die Gegend hier ist vom Panorama her geprägt von Hügeln im XXL Format. Sie sind grün und nicht steinig, dabei haben einige Anstiege es doch in sich. Die Hochplateaus auf einigen dieser Berge bzw. Hügel sind erstaunlich eben. Manche Mitreisenden meinten sich fast ein bisschen an Schottland erinnert. Auch hier oben gibt es die Brände, die es dem Gras ermöglichen sich mit frischem Grün zu erneuern. Das Leben der Menschen hier ist beschwerlich. Die Infrastruktur ist relativ schlecht, Arbeitsmöglichkeiten sehr rar und das Leben entsprechend einfach. Die meisten leben von der kleinen Landwirtschaft, man hat ein paar Tiere und einen kleinen Acker auf dem im bescheidenen Maßstab etwas angebaut wird. Direkt auf der anderen Seite der Berge liegt Lesotho, eines der ärmsten Länder der Welt. Das meist benutzte Verkehrsmittel dort dürfte noch immer der Esel sein. Aber dem Zivilisationsstress geht man definitiv aus dem Weg - auf beiden Seiten der Berge.