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25.10.2007      8. Reisetag - Durban

Am heutigen Tage geht es zum ersten Mal während dieser Reise ins bunte Treiben einer Stadt. Durban liegt am indischen Ozean, und ist der Hafen von Südafrika mit den meisten Schiffsbewegungen. Wobei die Hafenzufahrt regelmäßig ausgebaggert werden muss, da sie sonst versanden würde. Durban ist auch die Stadt mit dem höchsten Anteil an indisch stämmigen Südafrikanern. Sie stellen hier etwa 20% der Einwohner.

So ist unser erstes Ziel auch gleich der indische Markt. Hier werden Taschen, typische Souvenirs, Gewürze, Tücher, billige elektrische Kleingeräte und auch allerlei anderes Krimskrams angeboten. Genauso findet man aber auch sehr teure Schnitzereien. Um den Markt herum finden sich auch noch unzählige andere Angebote, da finden sich Bananen direkt über den Utensilien, die Sangomas, vereinfacht gesagt Medizinfrauen -männer, für ihrer Heilkunst gebrauchen könnten. Dazu liegen dort Hörner, Krallen, Hufe und Felle von Tieren, dazu allerlei von getrockneten Pflanzen und Knollen undefinierte Herkunft. Als wir noch in die benachbarte Fleisch- und Fischhalle gehen, gibt es viele der Innereien auch noch mal im frischen Zustand. Da liegen dann auch noch Köpfe von Ziegen in der Auslage. Auch wenn die Ware täglich frisch reinkommt, so ist es doch nicht eben gerade völlig geruchslos - milde formuliert. Im direkten Umfeld der Hallen findet man auch noch eine Reihe von Dienstleistungen und Waren. Was auffällt ist das etwa Kleidung und insbesondere Schuhe extrem günstig angeboten werden. Da findet man in einem Schaufenster kaum ein Paar über 130 Rand, also umgerechnet gerade einmal 13 €. Ich habe mir hier einen zusätzlichen Rucksack gekauft, den ich im weiteren Verlauf der Reise noch gebrauchen werde. Er hat nach dem üblichen Handeln auf einen solchen indischen Markt 65 Rand gekostet, also circa 6,50 €. Er hat ordentliche Tragriemen sowie Brust und Bauchgurt und soll laut Aussage des Verkäufers auch noch wasserdicht sein - schauen wir mal. Ach ja fast vergessen, als Dienstleistung wurde etwa Haare schneiden auf der Straße angeboten. Der „Künstler“ hatte ein internationales Angebot, ein Haufen Fotos auf das man hätte zeigen können, und los geht‘s. Der Preis wird natürlich vorher ausgehandelt. Ob und wie sich das nun auf die Qualität des Haarschnitt auswirken würde, wollte ich lieber nicht ausprobieren.

Für den ganzen Bereich des indischen Marktes gilt übrigens erhöhte Gefahr von Taschendieben. Also keine Taschen, Beutel, Bauchgürtel oder Portmonais in der hinteren Hosentasche. Nur etwas Geld lose oder auch die Kreditkarte, die parktisch von jedem Händler auf dem Markt angenommer wird, in die forderen Tasche hinein. Übrigens ist hier auch der einzige Supermarkt, oder man müsste eigentlich Sonderpostenmarkt sagen, bei dem man am Ausgang abgetastet wird, als wäre man auf dem Flughafen. Die Geschichte mit dem Geld und den Rucksäcken gilt, wie uns unser Reiseleiter nicht müde wurde einzuschärfen, übrigens für ganz Durban, solange man sich nicht in besonderen Bereichen mit privatem Sicherheitsdienst befindet.

In der Stadt findet man Häuser verschiedenster Religionen, da ist die größte Moschee des Landes, einige Hindu-Tempel und auch Kirchen friedlich versammelt. Wobei landesweit sich 76% zum Christentum bekennen. Was aber nicht gleichzeitig ausschließt, dass sie nicht auch an alte Sitten und Gebräuche festhalten. Ein gutes Beispiel sind die Sangoma. Das sind „berufene“ Personen, meistens Frauen, mit denen die Menschen Kontakt zu ihren Ahnen aufnehmen können. Durch verschiedene Rituale werden sie zum Medium, um die Ahnen in bestimmten Fragen um Rat zu bitten. Gleichzeitig sind sie aber auch bei Gesundheitsfragen ein wichtiger Ansprechpartner. Man geht zum Arzt, konsultierte zur Sicherheit aber auch die Sangoma. Die Sangoma darf dabei grundsätzlich nicht berührt werden.