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    Potthols in den Drakensbergen

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    Ein Kamel in der Wüste

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    Streifenkehl-Schattenkolibri nascht vom Nektar einer Blüte

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    Alpenüberquerung

    Umfeld der Memminger Hütte

Kolumbien

Kolumbien wird bei uns schnell mit Kokain oder Drogen im Allgemeinen in Verbindung gebracht. In dem Zusammenhang haben viele sicherlich auch Medellin und die Drogen-Kartelle im Hinterkopf. Der bei uns vermutlich bekanntestes Kolumbianer ist ausgerechnet Pablo Escobar, der bei Wikipedia als Drogenhändler, Drogenschmuggler und Terrorist beschrieben wird. Aber diese Zeiten sind zum Glück vorbei, auch wenn Kolumbien bis heute der größte Produzent von Kokain geblieben ist. Medellin wurde zum Beispiel im Jahre 2012 vom bekannten Wall Street Journal als innovativste Stadt der Welt ausgezeichnet. Die Zahl der Kapitalverbrechen ist in den letzten zehn Jahren dramatisch gesunken, und dürfte für Südamerika als relativ unkritisch eingestuft werden, trotzdem sind die Zahlen der Gewaltverbrechen aber immer noch deutlich höher als in Deutschland. In Kolumbien gibt es einen hohen Grad der Verstädterung, was eine Folge von fast bürgerkriegsähnlichen Zuständen in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts ist. Kolumbien hatte lange Zeit die weltweit meisten Binnenflüchtlinge zu beklagen, aktuell kommen zusätzlich noch viele Flüchtlinge aus Venezuela ins Land. Dabei spürt man in den Straßen keinerlei diesbezüglich negativen Befindlichkeiten, vielleicht ein Umgang mit Hilfesuchenden von dem auch wir noch lernen könnten.

Das Jahr 2016 steht dann für die nächste große Wende in der wechselvollen Geschichte Kolumbiens mit dem Friedensvertrag zwischen der Regierung und der Guerillabewegung FARC. Seit dem konnte die Gewalt in ganz Kolumbien deutlich zurück gedrängt werden. Und damit kam auch der Tourismus wieder in Gang, er ist heute neben dem Verkauf von Rohstoffen einer der großen Devisenquellen des Landes. Noch ist nicht überall schon alles voll erschlossen, was an der Stelle durchaus ein Vorteil ist, man wird nicht überall von Touristenmassen „durchgeschoben“. Und die Reise, für die ich mich entschieden habe, ist dann noch mal ein gutes Stück abseits der normalen Pfade. Das Land gilt immer noch ein bisschen als Geheimtipp. Die Menschen sind zurückhaltend und freundlich. Kolumbien hat eine schier unglaubliche Bandbreite von Vegetationszonen. Es gibt die hohen schneebedeckten Berge, aber auch den tropischen Regenwald, Wüsten und auch tausende Kilometer Strand. Da ist es auch nicht mehr verwunderlich, das Kolumbien beim Artenreichtum in Flora und Fauna zu den weltweiten Spitzenreitern gehört. Kurzum es gibt eine Menge zu sehen.