• Sonnenaufgang mit dem Viluchinsky im Hintergrund
    Kamtschatka

    Sonnenaufgang mit dem Viluchinsky im Hintergrund

  • Spiegelung der im Sonnelicht leuchtenden Berge beim Stuvdalsvatnet
    Norwegen

    Spiegelung der im Sonnelicht leuchtenden Berge beim Stuvdalsvatnet

  • Gipfelkette des Himalaya mit Lotsen und Mt. Everest
    Nepal

    Gipfelkette des Himalaya mit Lotsen und Mt. Everest

  • Warzenschweine am Lake Mburo
    Uganda

    Warzenschweine am Lake Mburo

  • Sonnenaufgang am Flughafen von Johannesburg
    Südafrika

    Sonnenaufgang am Flughafen von Johannesburg

6. Tag          Vilaflor – 03.05.2018

Heute geht es wieder zu normalen Zeiten also um 9:00 Uhr los. Hier im Hotel gibt es Frühstück ab 8:00 Uhr, so geht alles schön stressfrei und sinnig vonstatten. Unser Gepäck wird heute mit einem Taxi zu unserem nächsten Ziel befördert. Wir selbst gehen direkt am Hotel auf einem erst 2017 neu angelegten Weg in Richtung Guajara, einem der Berge am Kraterrand. Nach dem Teide selbst und dem Viejo der dritthöchste Berg auf Teneriffa. Bis zum Gipfelplateau beträgt die Höhendifferenz ca. 600 m. Wir lassen es eher gemütlich angehen. Während des Aufstiegs lassen wir unter wieder wolkenlosem blauen Himmel den Blick immer wieder zurück zum Teide und der umliegenden Caldera schweifen. In direkter Nähe zum Guajara befindet sich auch die Ebene von Ucanca. Dabei handelt es sich um eine Schwemmfläche, in der sich insbesondere das Schmelzwasser des Schnees aus dem Winter sammelt. Daraus kann man schon mitnehmen, dass Schnee im Winter hier durchaus normal ist, obwohl es sonst unterjährig hier nahezu keine Niederschläge gibt. Dann muss man hier oben auch mit Minusgraden rechnen. Da es aber keine natürlichen Abflüsse aus der Caldera gibt, läuft das Wasser an einigen Stellen zusammen, um dann dort schließlich zu versickern bzw. zu verdunsten. Beim Zulauf befinden sich Sedimente in dem Wasser, die sich dann in den tiefer gelegenen Stellen sammeln und ablagern. Daraus entstehen diese Ebenen. Früher nutzten die Viehhirten diese auch zum Tränken ihrer Tiere.

Nach ca. 2 Stunden erreichen wir das Gipfelplateau des Guajara auf 2715 m, entsprechend befinden wir uns etwa 1000 Höhenmeter unterhalb des benachbarten Teide. Ein guter Ort für unsere Mittagspause. Nicht lange nach uns kommen einige deutlich sportlichere Bezwinger des Guajara an. Sie sind den Weg, den wir gemütlich gegangen sind, gelaufen. Dabei haben sie außer ein bisschen Flüssigkeit praktisch nichts bei sich, überhaupt halten immer wieder Sportler Trainingscamps auf Teneriffa ab. Im oberen Bereich gibt es praktisch eine 100-prozentige Sonnengarantie, und dazu noch die Möglichkeit in gemäßigter Höhe zu trainieren.

Für uns geht es danach praktisch nur noch bergab - im übertragenen Sinne. Wir machen uns über den Camino de Chasna bzw. den Fernwanderweg R131 auf in Richtung unseres heutigen Ziels Vilaflor. Da wir heute Winde aus südlicher Richtung haben, kommen entsprechend auch von dort die Wolken. Am Rande des Kiefernwaldes auf ca. 2000 m verschwinden wir praktisch in den Wolken. Anfangs ist es lediglich etwas feucht, je tiefer wir kommen, ist es dann fast schon an der Grenze zum Nieselregen. Obwohl es eigentlich einfach nur Feuchtigkeit in den Wolken ist. Die Wolken kommen bei unserem Abstieg auch durch die so genannte Mondlandschaft. Ein Bereich, der mit einer dünnen Schicht Lavaasche bedeckt worden ist. Und obwohl dieses schon sehr lange her ist, ist die Vegetation in dem Bereich nahezu komplett zum Erliegen gekommen. Eigentlich gibt es hier eine angrenzende Schlucht und auch einige bizarre schwarze Türme zu sehen. Nur leider beträgt die Sicht heute kaum 20 m. So sieht man sie in den Wolken leider nicht. Gleiches gilt für einige Formationen aus Tuffgestein, die nicht weit entfernt von unserem Weg mit einem kleinen Schlenker zu besuchen gewesen wären. Doch aufgrund der Wolkenlage ersparen wir uns diesen kleinen Umweg, und gehen weiter in Richtung Vilaflor. Dabei kommen wir auch an einem Gebiet vorbei, in dem es vor kurzer Zeit einen Waldbrand gab. Die niederen Pflanzen sind zumeist komplett verbrannt, nicht so die Kiefern, sie werden durch eine praktisch luftdichte dicke Rinde geschützt. Die Nadel verbrennen logischerweise, und auch der Stamm und die Äste sehen komplett verkohlt aus. Aber bereits nach kurzer Zeit treiben die Kiefern neu aus, und erholen sich von den Folgen des Brandes. Solche Brände kommen hier natürlich vor, leider sind die meisten heute aber eher durch Unachtsamkeit von Menschen verursacht. Und sei es nur durch Glasscherben. Da das gesamte Gebiet aber zum Nationalpark gehört und im Besitz des Staates ist, können immerhin finanziell motivierte Taten ausgeschlossen werden.  

Gegen 16:00 Uhr erreichen wir den Ortsrand von Vilaflor mit den Ausläufern der Terrassenfelder. Nach ca. einer Viertelstunde, einem kleinen Anstieg, und wieder festen Straßen unter den Schuhen erreichen wir schließlich unser schon bekanntes Hotel im Ort.