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1. Reisetag     20.07.2012 – Oberstdorf

Um 08.30 Uhr mache ich mich mit dem Zug auf den Weg nach Süden. Wobei mir schon ein paar Zweifel kommen, ob ich mir das alles wirklich gut überlegt habe mit der Alpenüberquerung. Vor etwa fünf Wochen habe ich mir derbe den Hals und die rechte Schulter verdreht. Später kam heraus, dass verschiedene Wirbel der Wirbelsäule auch nicht so ganz da sind, wo sie sein sollte. Nach verschiedenen Behandlungen ist es deutlich besser, aber eben auch noch weit von optimal entfernt. Der Wetterbericht von Oberstdorf trägt jetzt auch nicht unbedingt dazu bei, die Stimmung zu heben. Am Samstag werden 20 Liter Regen pro Quadratmeter erwartet, am Sonntag dann 20 bis 40 Liter. Immerhin scheint zu Hause noch die Sonne. Aber je weiter ich nach Süden komme, desto mehr zieht es sich zu. Kurz hinter München beginnt es schließlich auch zu regnen. Immerhin sitze ich im richtigen Teil des Zuges, denn der Zug wird in Immenstadt getrennt. Ein Teil wird nach Lindau der andere nach Oberstdorf fahren. Laut Aushang im Münchner Hauptbahnhof sollte der hintere Teil nach Oberstdorf fahren, aber wo ist bei einem Kopfbahnhof schon hinten.

In Oberstdorf komme ich schließlich mit einer etwa halbstündigen Verspätung an. Der Zug hatte schon bei seiner Ankunft in München Verspätung, laut Durchsage war es eine „Störung im Betriebsablauf in München Parsing“. Der Zugbegleiter meinte, bei einem anderen Zug gab es dort einen Unfall mit Personenschaden. Aber gut ich habe ja nichts weiter mehr vor heute. Nach einem kleinen Fußmarsch quer durch Oberstdorf komme ich so etwa gegen 18.30 Uhr auf mein Zimmer. Das Zentrum von Oberstdorf ist schon sehr geprägt von Tourismus. Es gibt unzählige Herbergen mit ganz offensichtlich auch großen Unterschieden im Preisgefüge. Wie auch immer, offensichtlich ist man zurzeit fast völlig ausgebucht, vor vielen Eingängen hängt ein Schild mit einem entsprechenden Hinweis. Ich hatte vorher gebucht und daher keine Probleme damit. Ich vertrete mir jetzt nur noch ein bisschen die Beine. Wobei man im Zentrum auch schnell rum ist und eben entsprechend das Gefühl hat, hier und da schon gewesen zu sein. So kann ich den mitgebrachten Plan auch schnell wieder in die Jackentasche stecken, man findet sich auch so gut zurecht. Nach dem Abendessen gehe ich relativ früh zu Bett, um noch ein bisschen zu lesen. Dazu habe ich zum ersten Mal einen dieser kleinen E-Reader dabei. Das spart schon Gewicht. Das Ding wiegt weniger wie ein Taschenbuch und ich habe vorher drei Bücher drauf geladen, also mehr als genug Lesestoff für die nächsten zwei Wochen. Wobei Gewicht schon ein Thema ist. Ich bin mir relativ sicher, viel zu viel dabei zu haben, wüsste jetzt aber auch nicht, was ich hätte weglassen sollen. Im Vorfeld macht man sich ja schon Gedanken, was man so brauchen wird, aber als ich gestern Abend dann meinen Rucksack gepackt habe, musste ich feststellen, dass das nun wirklich nicht alles mit kann. So packt man schon zwei, drei mal alles ein und ein bisschen anders noch mal wieder ein. Aber die Waage meint immer: noch zu viel. Um es vorweg zu nehmen, es gibt Bergschulen die nur 12kg Gepäck gestatten, ich hätte dort was auspacken müssen. Was aber zum Teil auch so Sachen wie meiner Kamera geschuldet ist, mit Objektiv ist die jenseits der 1,5kg. Eigentlich habe ich auch nicht unbedingt ein Problem damit, ein bisschen mehr zu tragen, aber im Zusammenhang mit der lädierten Schulter bin ich eben doch etwas unsicher.