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28. / 29.08.05      22. und 23. Reisetag – Deutschland

Heute haben wir unserer wirklich letzten Tag hier in Kanada. Genauer gesagt eigentlich nur noch einen halben. Ich nutze den Vormittag noch mal um ein bisschen in der Stadt herum zu laufen. Dabei komme ich auch nach Yaletown. Das ist das absolut angesagteste Viertel der Stadt. Hier gibt es zahlreiche Geschäfte der super teuren Marken. Einer aus meiner Reisegruppe war am gestrigen Samstag auch in einem dieser Geschäfte, er meinte das billigste wäre wohl noch ein paar Socken für 80 kan$ gewesen. Das Publikum setzt sich überproportional aus chinesisch stämmigen Kunden zusammen, hier lassen die HongKong Chinesen schön grüßen. Yaletown ist noch im Aufbau befindlich. Noch sind viele der Häuser nicht wieder restauriert und heraus geputzt worden, aber es lässt sich schon ahnen, welcher Glanz hier mal entstehen wird. Wie auch sonst ist aber heute an einem Sonntagmorgen hier nicht viel los.

Aber wenn man ehrlich ist, ist es wie auf jeder Reise, man wartet eigentlich nur noch darauf nach Hause zu fahren und schlägt so mehr schlecht als recht die Zeit tot. Man freut sich irgendwie auch darauf, wieder sein normales Leben aufnehmen zu können, und nicht jeden zweiten Tag in ein anderes Hotel zu ziehen, und stattdessen wieder im eigenen Bett schlafen zu können. Passend dazu hat sich auch das Wetter eingetrübt. Die Luft ist feucht und es sieht fast aus, als wenn der Himmel jeden Moment seine Schleusen öffnen könnte. Dabei haben wir mit dem Wetter viel Glück gehabt. Nur auf dem Icefield Parkway hat uns das Wetter wirklich etwas gestört. Und zehn Tage nachdem wir Toronto verlassen hatten, gab es dort „active weather“, worunter man hier eben auch Wirbelstürme versteht, der in den Vororten eine Schneise der Verwüstung hinterlassen hat.

Gegen Mittag brechen wir dann auf zum Flughafen von Vancouver. Schon bei der Gepäckaufgabe machte man uns darauf aufmerksam, das unser Flugzeug etwas Verspätung hätte, und wir deshalb wohl auch einige Minuten später los fliegen würden. Aber man glaubt, die Zeit auf dem Rückflug wieder aufholen zu können. Die eigentliche Abflugszeit war für 16 Uhr Ortszeit geplant. Unsere Maschine kam auch ans Gate, die Passagiere stiegen aus, doch auf und unter der linken Tragfläche bildeten sich Menschtrauben von technischem Personal. Gegen 17 Uhr folgten die ersten kostenlosen Getränke für uns, später kamen dann noch zweimal ein paar Brote, die nur leider nicht für alle reichten, und noch mehr Getränke. Dazwischen immer wieder die Ansage der Flug würde sich noch etwas verzögern. Dann so gegen 19 Uhr kam die Durchsage, man würde noch mal schnell einen Probeflug machen. Der würde klären, ob wir heute überhaupt noch fliegen würden. Hhm, da beginnt man sich dann doch schon mal langsam Gedanken zu machen. Dazu muss sicherlich auch noch gesagt werden, das die Behörden ein bisschen nervös waren, in den letzten Wochen waren fünf Maschinen zum Teil ziemlich unfreiwillig gelandet bzw. sogar abgestürzt. So gegen 20 Uhr kam die Maschine zurück. Alles wäre in Ordnung. Später sagte man uns, eines der Triebwerke musste auf dem Hinflug abgestellt werden, da eine Zuleitung ein Leck hatte. Aber man hätte auch mit insgesamt nur drei Düsen locker starten können. Die Flugbesatzung wurde geholt, diese war in ihrem Hotel belassen worden, weil sie sonst ihre „Lenkzeit“ überschritten hätte und nicht wie geplant Non Stop nach Frankfurt hätte fliegen dürfen. Als dann alles an Ort und Stelle war und wir anrollten war es dann 22 Uhr, eine Verspätung von sechs Stunden. Das auch noch mit der deutschen Airline, die mit dem Slogan „The better way to fly“ wirbt. Dabei haben sie auch noch die wenigste Beinfreiheit aller Gesellschaften, mit denen ich mal Interkontinental geflogen bin. Dafür war der Service an Bord gut, was man für das Kriesenmanagment in Vancouver nicht unbedingt sagen kann. Das war dann in Frankfurt wieder wesentlich besser. Immerhin landen wir knapp sechs Stunden verspätet um ca. 16 Uhr am folgenden Tag (Ortszeit Deutschland). Alle Passagiere mit Anschlussflügen wurden schon am Ausgang der Maschine in Frankfurt heraus gefischt und über ihre Anschlüsse informiert. Da klappte alles mit den Umbuchungen wieder Reibungslos.