• Sonnenaufgang am Flughafen von Johannesburg
    Südafrika

    Sonnenaufgang am Flughafen von Johannesburg

  • Teide
    Teneriffa

    Teide

  • Spiegelung der im Sonnelicht leuchtenden Berge beim Stuvdalsvatnet
    Norwegen

    Spiegelung der im Sonnelicht leuchtenden Berge beim Stuvdalsvatnet

  • Büffel
    Tansania

    Büffel

  • Polarlichter bei Alta
    Norwegen

    Polarlichter bei Alta

8. Reisetag - Katoomba (Blue Mountains)

Die erste Überraschung des Tages hing heute schon an der Zimmertür - ein Beutel mit der Sonntagszeitung. Diese ist etwa 250 Seiten stark, wogegen sich die mir bekannte FAZ fast als kleines armseliges Blättchen ausnimmt. Wobei aber gesagt werden muß, das ein nicht eben unerheblicher Teil davon nur aus Werbung besteht. Aber der Einwurf gibt mir die Möglichkeit auch gleich noch mal den Reiseleiter zu loben. Jeden Morgen bekommen wir im Bus erst mal einen Abriß über die heutige Tageszeitung um zu sehen bzw. zu hören was denn in Australien gerade Thema ist und die Leute bewegt. Und was natürlich nicht bei ihm fehlen durfte, das Neueste vom Rugby, dabei bewegt auch dieses Thema die Australier nicht unerheblich. Sie haben zwei Sportarten auf dem Lande, die als Volkssportarten gelten können, das wäre Cricket und eben Rugby. Fast noch wichtiger dabei ist auf jeden Fall besser zu sein als die alte Mutterkolonie England, was zur Zeit auch der Fall ist.

So, jetzt wird es aber Zeit auf den Tag zu sprechen zu kommen. Als erstes noch mal der Blick auf die Three Sisters am Tage. Dazu dann auch die Geschichte, die sich die Aboriginies zu den drei Felsen erzählt haben. Sie glaubten, das ein Zauberer seine drei Töchter in Felsen verwandelt hat, um sie vor einem zürnenden bösen Geist im Tal während seiner Abwesenheit zu schützen. Als er selbst zurück kam erwartete ihn schon der böse Geist. Um sich selbst in Sicherheit zu bringen hat er sich dann in einen Fischreiher verwandelt um davon zu fliegen. Dabei konnte er natürlich seinen Zauberknochen nicht mehr fest halten. Damit war es ihm nicht mehr möglich sich oder seine Töchter zurück zu verwandeln. Unsere Tour ging dann mit dem Bus weiter zu einem Aussichtspunkt. Auf dem Weg dahin konnten wir einige vermeintlich völlig verbrannte Bäume sehen. Doch viele von ihnen schlagen bereits wieder aus und bilden Blätter, obwohl sie völlig schwarz sind und teilweise sogar das innere des Stamms ausgebrannt ist. Viele dieser Bäume benötigen aber auch die Buschfeuer um sich überhaupt neu aussähen zu können. Darum ist ein Buschfeuer in diesem Teil der Welt auch keine Katastrophe sondern eine natürlich und sogar erforderliche Gegebenheit. Auch die Vegetation in den höheren Lagen, in denen wir uns hier befinden, ist anders als wir sie von Europa her kennen. Das Laubwerk ist lichter und es wächst mehr Gras, Farne und Buschwerk. Die Farben der Pflanzen sind eher sand-grün. Da die Flora hier keinen Winter kennt sind die heimischen Pflanzen auch immer grün. Das heißt aber nicht das nicht auch Blätter fallen gelassen werden, einige der 700 hier natürlich vorkommenden Eukalyptus Bäume trennen sich sogar immer wieder von ihrer äußeren Rinde. Darum gelten sie auch als schmutzige Bäume. Die Eukalyptus Bäume brauchen relativ viel Wasser können aber ganz gut mit dem kargen Boden, der fast ausschließlich aus verschiedenen Sorten Sandstein besteht, leben. Der Sandstein hier wird immer wieder von festen Lagen durchzogen, die dann auch häufig sehr eisenhaltig sind. Dadurch ergibt sich eine unterschiedliche Abnutzung des Gesteins durch Wind und Wasser. Weite Teile der Blue Mountains sind noch nicht von Menschen betreten worden. Das Gelände ist aufgrund der Topographie mit den steilen Bergen und dicht bewachsenen weiten Täler relativ undurchdringlich. So konnte es auch passieren, das man 1994 die Wollomine Pine entdeckt hat. Ein Baum der eigentlich ein Nadelbaum ist, dessen Äste aber ähnlich einer Palme angeordnet sind. Man hat hier etwa 40 Bäume dieser Spezies gefunden, die man bereits seit rund 160 Millionen Jahre für ausgestorben hielt. Den Fundort hält man geheim um nicht einen Massentourismus dorthin zu provozieren und damit dem Tod der Bäume. Man hat aber Samen mitgenommen und damit in allen größeren botanischen Gärten neue Bäume gepflanzt, so wachsen heute mehr unter Aufsicht als überhaupt in der Natur. Aufgrund der Berge fällt hier relativ viel Regen. Daraus speisen sich dann auch viele der kleinen Bäche, die das Land hier durchziehen. Auch die Wendworth-Waterfalls, die wir am Nachmittag besuchen, sind von einem solchen kleinen Bach in den Fels geschlagen worden. Hier fällt das Wasser etwa 200m den Berg hinunter. Überall wo man sich auch bewegt hört man Vögel. Sehen kann man am häufigsten noch die bunten Kakadus mit ihren kräftigen Schnäbeln. Damit können sie auch Äste bis zur dicke eines kleinen Fingers abkneifen. Andere Vögel hört man eigentlich nur schreien oder singen, aber sehen kann man sie eigentlich nicht. Als Abschluß des Tages fahren wir noch mit der Seilbahn von Katoomba in eins der Täler der Blue Mountains. Hier unten ist es wesentlich feuchter und auch wärmer als weiter oben. Auch die Vegetation ist hier eine andere. Auf dem Boden wächst fast nichts mehr und das grüne Blätterdach ist wesentlich dichter. Ja man kann sogar sagen das es ziemlich dunkel hier auf dem Boden ist. Auch die Pflanzen sind hier andere als oben auf dem Berg, ja man kann fast sagen das hier ein Klima und dadurch bedingt auch eine Flora wie im Regenwald vorherrscht.