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1. Tag             09.08.2013 – Moskau

Es geht früh um 6 Uhr am heimatlichen Bahnhof in Richtung Frankfurt los. Ich habe wie üblich ohne Packliste gepackt, wie immer fällt mir schon auf den ersten Kilometern ein, was ich wohl vergessen habe. Ein Phänomen, ich habe einmal mit Packliste gepackt, was aber auch nichts genutzt hat, es fehlte trotzdem was. Wie immer geht es eher um mehr oder weniger unwichtiges Zeugs. Dieses Mal ist es ein bisschen Sekundenkleber. Etwas was ich inzwischen immer dabei habe, um kleinere Beschädigungen an Schuhen frühzeitig verschließen zu können. Das Problem lässt sich dann während des Umsteigens auf dem Bahnhof Hannover schnell mit erledigen. Alles andere verläuft reibungslos. Treffpunkt der Gruppe sollte 12 Uhr am Schalter der Aeroflot in Frankfurt sein. Ich komme gegen 11.45 Uhr an, bin aber bereits der Letzte aus der Gruppe. Ich bin erstaunt wie viel Betrieb hier schon herrscht. Immerhin sind es noch zwei Stunden bis zum geplanten Abflug. Das Einchecken verläuft langsam, aber eine Stunde später ist das Gepäck aufgegeben. Wir haben also noch genug Zeit um zum Gate zu kommen. Das Boarding ist dann leicht verspätet, aber alles noch nicht dramatisch. Das Flugzeug steht draußen auf dem Flugfeld, so werden wir mit dem Bus raus gefahren, was wieder ein paar Minuten kostet, aber immer noch ist noch alles im grünen Bereich. In der Maschine sitzend, kommt die Durchsage, wir würden noch auf ein paar Passagiere warten. Schließlich endet es in einer Verspätung von 50 Minuten, bei einer geplanten Umsteigezeit von 55 Minuten, die sicherlich schon vom Reiseveranstalter knapp bemessen war, wird es richtig eng. Die geplante Flugzeit beträgt etwa 2 Stunden 45 Minuten, und dann noch die zwei Stunden Zeitverschiebung.

Der Pilot ist ein gewissenhafter Mann, er fliegt ziemlich genau die geplante Flugzeit. So kommen wir um 19.50 Uhr an der Parkposition auf dem Flughafen Sheremet in Moskau an, unser Anschlussflug sollte eigentlich um 20.00 Uhr starten, macht er auch – ohne uns. Fairerweise muss man sagen, dass Aeroflot das Malheure in Moskau sehr professionell gehandhabt hat. Bis wir uns alle gesammelt haben, konnte unser Guide bereits klären, das wir in ein Hotel gebracht werden und am nächsten Tag um die gleiche Zeit weiterfliegen können. So verlassen wir den Transitbereich durch einen Nebeneingang, werden noch mal durchgezählt und steigen in einen Bus. Dieser bringt uns in kaum 30 Minuten zu einem Hotel, in das wir wieder durch einen Nebeneingang geleitet werden. Wieder wird durchgezählt und auf dem Flur an einem etwas ramponierten Schreibtisch von einem groß gewachsenen Herrn mit militärischen Haarschnitt die Personalien geprüft. Uns werden Zimmer zugeteilt, ansonsten ist auf unserem Flur niemand zu sehen. Jedenfalls wenn man mal von zwei sagen wir mal geheimnisvollen Herren des Staatsapparats absieht. Auf dem Flug hängen die Verhaltensregeln: wir dürfen das Gebäude nicht verlassen, die einzige Ausnahme wäre eine Raucherpause von maximal fünf Minuten zu Beginn jeder vollen Stunde – natürlich nur in Begleitung. Im Hotel selbst dürfen wir uns nur auf „unserem“ Flur bewegen. So ist es eben in einem fremden Land, für das man kein Visum hat. Das Abendessen wird nach mehrmaligen Telefonaten per Roomservice gebracht. Dort können wir auch Getränke bestellen – eine Dose Bier wäre schon für 7 Euro zu haben. OK, ist lasse das, und bleibe beim Wasser, wovon eine kleine Flasche auf dem Zimmer steht, und Nachschub auf dem Flur kostenlos erhältlich ist. Die Dame vom Zimmerservice versteht scheinbar englisch, ist aber ganz offensichtlich angehalten, unnötige Gespräche zu vermeiden. Unser Zimmer geht auf den Innenhof des Hotels, in dem sich unten das Restaurant befindet, das sieht eigentlich ganz nett aus, aber wir haben wohl nur „Holzklasse“ gebucht. Ich will aber nicht meckern, dass man ein Flugzeug verpasst, kommt eben mal vor, und insgesamt wurde es sehr professionell geregelt. Wir können kostenlos eine Zahnbürste mit gefühlten drei Gramm Zahncreme, einen Kamm, einen Nassrasierer – ohne Schaum - und Nähzeug bekommen. Im Fernsehen gibt es ein internationales Programm. CNN, aber kein Al Jazeera – soweit geht es dann doch nicht, gut hätte ich ohnehin nicht sehen wollen und noch weniger verstehen können, aber auch ein reichhaltiges deutsches Programm mit ARD, ZDF, RTL, Pro7, Sat1 und Kabel1 ist im Angebot. Als wäre es ein Zeichen läuft bei Pro7 Armageddon, aber das Jüngste Gericht ist noch weit. Aber wie heißt es doch, wenn du etwas erleben willst, musst du eine Reise tun.