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14. Reisetag        Kalizo Lodge – 16.09.2016

Auch heute geht es wieder gemächlich los. Abfahrt soll um 9:00 Uhr sein. Wir fahren den gleichen Weg wie bei der Anreise zu den Victoria Falls in umgekehrter Richtung. Also von Victoria Falls bis an die Grenze, wo die Ausreise aus Simbabwe sich wie erwartet deutlich einfacher gestaltet, als die Einreise. Dann weiter über Kasane, wo wir noch einen kurzen Stopp am Supermarkt mit einem Besuch an der Tankstelle verbinden. Von hier sind es noch ca. 50 km auf einer Hauptstraße durch den Chobe Nationalpark bis an die Grenze zwischen Botswana und Namibia, wo wir auch schon unseren zweiten Grenzübertritt am heutigen Tag haben. Alleine das sind schon wieder vier Stempel im Reisepass. Unterwegs und unmittelbar an der Grenze sehen wir Elefanten, unterwegs gab es auch schon einige Greifvögel und ein paar Zebras. Hier am Chobe praktisch am Rande des Niemandslandes grasen zahlreiche Rinder in einer großen Ebene direkt am Fluss. Die Ebene ist grün, also deutlich fruchtbarer als der Rest. Nach dem Grenzposten von Namibia wechselt die Landschaft noch einmal. Es ist deutlich trockener, die buschige Landschaft in Botswana ist zu einem kargen Bewuchs geworden. Es gibt einige kleine Siedlungen, die praktisch zusammenhängende Behausungen einer Sippe des hiesigen Stammes sind. Außerdem fallen die unzähligen Kinder auf, die in großer Zahl direkt an der Straße entlang auf ihrem Heimweg von der Schule sind. Das Gebiet hier oben gehört schon zu den dichter bewohnten Gegenden Namibias. Aber auch hier kommen wir auf lediglich ca. vier Einwohner pro Quadratkilometer, im Landesdurchschnitt sind es gerade mal 2,5. Diese ballen sich dann allerdings, jedenfalls für namibische Verhältnisse, an den großen Verbindungsstraßen. Namibia hat in den letzten Jahrzehnten einen sehr großen Bevölkerungszuwachs. In der Zeit von 1970-1990, also in gerade einmal 20 Jahren, hat sich die Bevölkerung verdoppelt. In den zehn Folgejahren war das Wachstum immer noch bei 30 %, im ersten Jahrzehnt des neuen Jahrtausends nahm dieser Wert auf immer noch sehr stattliche 15 % ab. Die Wachstumsrate ist weiterhin deutlich fallend und war im Jahre 2015 nur noch bei 0,5 %. Trotzdem hat das ganze Land lediglich 2,1 Millionen Einwohner, und ist damit nach der Mongolei das vermutlich zweit dünnste besiedelte Land der Erde. Vorbildlich ist unter anderem die medizinische Versorgung mit Ärzten, mit einem Verhältnis von 37 Ärzten auf 100.000 Einwohnern ist das für afrikanische Verhältnisse ein vorbildlicher Wert. Auch Namibia hat, wie das gesamte südliche Afrika unter Aids zu leiden, ist mit einer Infektionsrate von immer noch grausamen 11 % der Bevölkerung aber deutlich besser als etwa Botswana oder Simbabwe. Dort sind selbst die offiziellen Zahlen mehr als doppelt so hoch.

Schließlich biegen wir von der geteerten Hauptstraße ab, und folgen einer zwar relativ ebenen aber sehr staubigen Piste. Auch hier geht es wieder an unzähligen kleinen Siedlungen vorbei, die ganz offensichtlich ständig in den hellen Staubfahnen der vorbeifahrenden Fahrzeuge liegen. Gegen 14:00 Uhr treffen wir an unserer Lodge ein. Gegen 16:00 Uhr beginnen wir mit einer etwa 2,5 stündigen Bootsfahrt auf dem Sambesi. Wir sehen einige Fischer inklusive einem kleinen Fischerdorf auf der gegenüberliegenden sambischen Flussseite. Das Leben hier ist ganz offensichtlich schwer und die meisten Bewohner erscheinen sehr arm, gerade einmal mit dem Nötigsten versorgt. Neben dem Fischfang sehen wir noch ein paar Rinder, aber trotz der Nähe zum Fluss erscheint der Boden für ein bisschen Ackerbau zu karg. Auf dem Fluss sehen wir einige Sporngänsen, ein paar Arten von Bienen fressen und zwei kleinere Krokodile.