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Träume

Jeder hat sicherlich so seine Träume, das ist auch gut so. Manchmal ist es sogar besser einen Traum gar nicht verwirklich zu können, denn nicht immer ist die Wirklichkeit so wie es einem die eigene Phantasie versprochen hat. Und ein Traum ist wohl immer auch ein Ziel, und jemand ohne Ziel ist richtungslos.

Ein Traum von fast alles Menschen ist Reichtum und nie wieder arbeiten zu müssen. Aber ist es wirklich so traumhaft? Plötzlich hat man unmengen von Zeit, und all die bisherigen Freunde müssen arbeiten. Sicherlich ist es schön mehr Zeit zu haben, aber nur noch Zeit?? Und ich glaube plötzlicher Reichtum kann auch ungesund sein, viele Lottogewinner mit den Millionen auf dem Konto, fristen nicht selten gar nicht so viel später ein trauriges Dasein - in Armut. Auch der Umgang mit Reichtum will gelernt sein. Jeder wird sagen: Ich komm damit dann schon klar, aber vermutlich haben es die Unglücklichen unter ihnen vorher auch gesagt. Sicherlich ist es ein Traum, natürlich auch von mir, finanziell unabhängig zu sein. Sich mal etwas leisten können, ohne vorher darüber nachdenken zu müssen, ob man sich das überhaupt leisten kann. Und auch mal dem großen Meister den "Stinkefinger" zeigen zu können. Aber schon die Gewißheit die Möglichkeit zu haben, ist schon beruhigend und ließe auch den normalen Ärger im Alltag harmloser erscheinen - auch ohne von der Möglichkeit letzlich Gebrauch zu machen. Ich glaube, die höchste Form von Reichtum misst sich nicht in Zahlen sondern in Zufriedenheit mit dem was man hat. Auch beim Geld ist es letztlich nicht die nackte Zahl, sondern eher zufrieden mit dem sein zu können, was man hat. Ich habe auf meinen Reisen viele Menschen getroffen, die in unseren Maßstäben unsagbar arm sind, und doch strahlten viele sehr viel mehr Zufriedenheit aus als viele Menschen bei uns. Obwohl hier jeder mehr Geld und sehr viel bessere Möglichkeiten hat, als die vermeindlich armen Menschen.

So jetzt aber zu den Träumen von mir selbst, die auch umgesetzt werden konnten. Einer davon war mal nach Australien zu kommen, weniger um dort auszusteigen, sondern einfach um die Neugier nach dem Andersartigen zu befriedigen, und ein Aspekt warum viele nach Australien fahren, war vielleicht auch bei mir unterschwellig dabei. Weiter weg von hier (und allem was einem hier auf's Gemüt schlägt), weiter geht es ja kaum noch. Aber auch die dortige Natur ist einfach ganz anders als überall sonst auf der Welt. So hab ich eine organisierte Reise bei Studiosus gebucht, und die kann ich im nachhinein nur empfehlen. Die verschenken die Reisen nicht gerade, aber man bekommt auch viel geboten, und nicht nur das was sowieso schon in irgend einem Reiseführer drin stand. Es war genial, und ist deshalb hier auf meiner kleinen virtuellen Spielwiese auch ausgiebig ausgewalzt. Heute reise ich anders, man entwickelt sich weiter. Auf Touren, auf denen ich heute unterwegs bin, würde man meine Reise durch Australien sicherlich etwas abwertend als "Gesellschaftsreise" bezeichnen, und doch wird es für mich immer eine ganz besondere Reise bleiben. Ja vielleicht wird sie mit der Zeit bzw. durch diese noch etwas verklärt und immer "besser", und deshalb darf ich auch nie wieder in dieses Land reisen, es könnte meinen Erwartungen niemals gerecht werden, aber meine Sicht auf unseren Planeten hat ja auch so noch unsagbar viele weiße Flecken.

Ein weiterer Traum von mir hängt unmittelbar mit Australien zusammen. Als ich wieder zurück war, war sofort klar, ich möchte noch sehr viel mehr Länder und Kontinente besuchen. Das Ziel war es bis zum nächsten runden Geburtstag auf alle Kontinente zu kommen, immerhin hatte ich ja etwa 9 Jahre Zeit. Was soll ich sagen, das sollte klappen, und auch schon ein bißchen vor der Zeit. Aber kommisch daran ist eigentlich, mit jeder Reise wird meine Liste der Länder bzw. Landschaften / Gebiete länger, die ich unbedingt noch sehen möchte. Das hat so ein bißchen was von einem Hamster im Laufrad, aber auch schön.

Ja ich weiß schon, dass so eine Reise, insbesondere ans Ende der Erde, nicht der Welt, die ist noch ein paar Dimensionen größer, eine große Belastung für unseren Planeten ist, auf und von dem wir am Ende alle leben. So gibt es auch Ziele, die für mich nicht in Frage kommen. Dazu zählt die Antarktis. Auch den Weltraumtourismus sehe ich sehr kritisch. Und das nicht, weil der für mich ohnehin finanziell weit außerhalb meiner Möglichkeiten liegt. Hier wird eine ungeheure Menge Energie verbrannt, um ein paar Wenigen einen mehr oder wenigen kurzen Moment der Schwerelosigkeit zu ermöglichen. Und dabei werden viele Treibhausgase noch direkt in höheren Luftschicht hinaus geblasen, wo sie noch mal wesentlich schädlicher für unsere Atmosphäre sind. 

Ein anderer Traum ist weniger einer von mir, sondern von ein paar anderen Träumer, eine "kleine" große Eisenbahn in Hamburg, das Miniatur - Wunderland. Inzwischen ist aus der "Eisenbahn" ja eine eigene Welt mit Schiffen und Flugzeugen geworden. Dazu passt wohl, man muss nicht verrückt sein, aber es hilft. Ich war bereits einige male dort. Und jedesmal entdecke ich kleine Details, die mir vorher nicht aufgefallen sind. Und fragt man mal, ob an dieser Anlage dieses oder jenes neu ist, bekommt man fast immer die Anwort, nein dieses Detail ist schon länger dort, aber da vorne, das ist ganz neu, upps und ich habe es nicht mal wirklich angesehen. Die Welt steckt eben voller kleiner und großer Dinge, man muss nur darauf achten.

Wie man sich wohl denken kann, habe ich noch ein paar Träume, davon dann mehr, wenn ich sie umgesetzt habe, oder aufgegeben - was hoffentlich nie passiert ;-)) .